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Archive for September 2009

Neues aus der Anstalt

Hurra, die Zeit der Stadtteilfeste, Sommerfeste, bayerische Wiesn, Pfarrfeste und sonstiger derart gestalteter Aktivitäten sind da. Feucht fröhlich wird das nette Beisammen sein gefeiert, der Alkohol fließt in rauen Mengen, alle sind ausgelassen…..

… wer achtet da auf unsere Jugendlichen??

Wenn neben dem Bierwagen eine Kinderanimation läuft, wo Mami und Papi neben dem gepflegten Bier  gut beobachten können, was der Spross gerade macht, wird es für diesen eine nahezu normale Selbstverständlichkeit den Eltern beim Trinken beizuwohnen. Da macht es bestimmt nichts, wenn der Spross mal probiert; da werden Getränke dargereicht  oder achtlos herum stehen gelassen und schließlich ist es chick wenn der Junge schon mal was vom Leben lernt; nicht selten ein Bild das man vielerorts so beobachten kann.

Beispielhaftigkeit im verkehrten Sinne??!!

Wenig später ein anderes Bild.

Da sieht man Jungendliche, die sich durch die Gegend schnorren, da mal 10 cent, hier mal 20 cent und schon haben sie das Geld für neune  alkoholischen Nachschub zusammen, schnell muss noch der Freund herbei, der schon über 18 Jahre alt ist, und für Nachschub ist gesorgt. Da sieht man neben dem fast alltäglichen Bild, Jugendliche nicht mehr nur mit Bier durch die Gegend laufen, da muss es Wodga sein, hochprozentig was besonders gut knallt und der Abend ist gerettet.

Das mit dem schnorren muss ja nicht immer so sein, schließlich verfügt jeder heute zu Tage über entsprechend Taschengeld, schnell mal zusammengeworfen, schon kann es weiter gehen.

Keine Festivität ohne das Bild von angetrunkenen oder bereits betrunkenen Jugendlichen, kaum 13-16 Jahre alt, wild umherschreiend, pöbelhaft und unkontrolliert.

Die Polizei, unser Freund und Helfer ist schnell in der Nähe, Krankenwagen stehen gut sichtbar bereit, Sanitäter durchstreifen das Gelände um notfalls einzugreifen.

Gerade kommen meine Kinder von so einer Festivität und berichten mir, dass es scheinbar schon  uncool und spießerhaft ist, wenn man sich weigert da mitzumachen.

Gruppenzwang und das Dazugehörigkeitsgefühl sind die Auslöser für eine Spirale der Kontrolllosigkeit unserer Heranwachsenden. Das zunehmende  Desinteresse der Elternschaft, sich mit den Dingen auseinander zu setzen, was derzeit das Straßenbild ziert, eigene Überforderung und Grenzenlosigkeit unserer Gesellschaft prägen ein Bild der aufkommenden Machtlosigkeit. Das ganze gut gerührt und geschüttelt mit einem Spritzer Perspektivlosigkeit, Verwahrlosung und Lieblosigkeit, kalt gestellt mit einer gewissen Angst vor der Zukunft und fertig ist eine Gesellschaft, die das Leben im Rausch verbringt.

Diese Zeilen sind an all diejenigen gerichtet, die sich fragen, was in unserer Gesellschaft so alles falsch läuft und dabei auf der Suche nach Zusammenhängen sind. Dabei möchte ich kein Moralapostel spielen, sondern eher zum nachdenken anregen, bei der einfachen Rechnung 1 + 1.

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…kommt irgendwo der Hammer her, oder hieß es der Nächste her??

Auf dem alltäglichen Weg, diese Leben zu meistern, kann man an vielerlei Stellen dem Wirrwarr des Lebens direkt ins Gesicht schauen.

War es früher eher ein typisch „männliches“ Thema, Politik und die Entwicklung, so kurz vor den Wahlen,  mußte ich heute feststellen, wie gerne man diesem Gesprächsinhalt aus dem Weg geht und dann lieber in solche uninteressanten und oberflächlichen Dinge wie Fussbal l oder Autos flüchtet.

Der Spiegel unserer Gesellschaft besteht also nur noch aus Oberflächlichkeiten???

Da kann ich nur an mein gestriges Thema anknüpfen und finde darin sogar die Bestätigung. Scheinbar ist es den meisten Bürgern völlig egal, wer und vor allem wie unsere hiesige Politik gestalten/t wird. Da kommen eher so Flossen wie „ist doch eh egal, die machen was sie wollen“ bis hin zu „können doch sowieso nichts tun“. Gerade da sehe ich aber eine unverkennbare Gefahr.

Es sollte uns verdammt nochmal eben nicht so egal ein, was da mit uns passieren soll. Eher verdient die ganze Sache mehr Beachtung denn je. Denn wir können gewiss sein, besser werden die Zeiten bei Leibe nicht. Und das ist bestimmt keine oberflächliche Schwarzseherei,  sondern beruht auf den hiesigen Begebenheiten, die da einer Zukunft entgegengehen, die ein finsteres Bild zeichnet.

Alleine die Tatsache, dass derzeit so viele Amokläufe und Gewalttaten in den Medien präsentiert werden, sind klassische Zeichen dafür, dass nach immer mehr Überwachung gerufen wird, ohne dabei zu berücksichtigen, das man damit eine gewisse Freiheit einzubüßen hat. Wer das als himmelsschreiende Schwarzmalerei betrachtet, der möge sich alleine die Anzahl der bereits installierten Überwachungskameras vergegenwärtigen. In Lebensmittelläden, Kaufhäusern, Autobahnen, öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen ….. ein Bild, welches eine deutliche Sprache spricht. Es ist aber alleine nicht damit getan, überall Kameras zu installieren, sondern auch ein zeitliches Zeichen, dass in unserer hoch-technisierten Welt, immer wieder  – oder besser immer öfter Telefongespräche unterbrochen werden, Leitungen zusammenbrechen,  Emails später oder gar nicht ankommen, tagelang Internetverbindungen nicht mehr zur Verfügung stehen, Seiten unter fadenscheinigen Gründen nicht mehr erreich bar sind, die bei näherer Betrachtung einfach keine Zufälle mehr sein können.

Werden da die Gewalttaten dazu verwendet, die übermäßige Überwachung zu etablieren??

Und es dürfte auch offenkundig sein, dass der Bürger mit noch mehr Steuererhöhungen zu rechnen hat, sobald das Kreuz der Wahl erst einmal sicher zu sein scheint. Da kommen schon jetzt die Gerüchte über eine erneute Erhöhung der Mehrwertsteuer auf. Auch ist mit der  Erhöhungen der Arbeitslosenversicherung zu rechnen, nach immer wieder kursierenden Gerüchten selbstverständlich selbstverschuldet von den vielen Arbeitsunwilligen, dass die Bundesanstalt für Arbeit die Arbeitslosengelder nicht mehr zahlen kann und schon jetzt darüber klagt, über zu wenig Mittel zu verfügen – was mag da erst passieren, wenn nach der Bundestagswahl die Zahl der Arbeitslosen drastisch in die Höhe schnellen wird???

Kommt noch die Frage, was mit den Banken und deren übermäßige Pleitewellen passieren soll und vor allem, wer die Zeche zu zahlen hat?? Irrelevant mögen dabei die übermäßig  hohen Abfindungszahlungen der hiesigen Manager sein und ihren allzu feudalen Spekulationen und der Run auf das schnelle große Geld, dass bei einem bloßen sinnieren eigentlich auffallen müßte, wer die Karre in den Dreck fuhr.

Der Bürger zahlt für die Krise, die er nicht verschuldet hat??

Und sicherlich ist es eine normale Entwicklung, dass die Krankenheilungskosten auf den Bürger umgewälzt werden, die Beiträge aber um einiges steigen sollen?? Und da mag von mir nur eine irrsinnige Vermutung zu Grunde liegen, dass die s.g. Schweinegrippe (H1 N1) eher dazu verwendet wird, der Pharmaindustrie in die Taschen zu spielen und mit der Angst geworben wird, einen Angriff auf unsere eben nicht so gut bestellte Gesundheit vorzunehmen. Wer dazu Recherchen anstellen mag, in wie weit ich damit Recht behalten mag, der möge dahingehend im Internet nach entsprechenden Meldungen suchen, die zuhauft dort zu finden sind.

All das und viele nicht erwähnten Dinge rufen dringen zu mehr Interesse an den gegenwärtigen politischen Entwicklungen auf und zeigen mehr als deutlich wohin die Reise gehen wird.

Wahrlich keine schöne Zeit, derer wir alle entgegen gehen.

Da mag es eine willkommene Abwechslung sein, sich mit Fussball oder Autos abzulenken aber es darf niemals die deutlich aufsteigende Interessenlosigkeit der Menschen sein,  die sich überall abzeichnet.

Stecken wir den Kopf in den Sand und lassen geschehen??

Wer das alles nicht glauben will, der schaue hier:

Permanenter Ausnahmezustand

Fast hätte ich es vergessen

GEAB-N-37-ist-angekommen!-Umfassende-weltweite-Krise-Die-Hoffnung-auf-einen-Aufschwung,-der-nicht-kommt_a3816.html

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Warum ist der Mensch scheinbar mit dem blinden Vertrauen in die hiesigen politischen Systeme begabt, ohne dabei den Funken eine Zweifels aufkommen zu lassen??

Was ist der Mechanismus, der hinter dem Vertrauen steckt und warum ist es so schwer, es in Frage zu stellen, wenn es um unser zukünftiges Leben geht?

Vertrauen liegt darin begründet, eine Hoffnung zu hegen, die mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden ist, das eine künftige Handlung sich im Rahmen von gemeinsamen Werten oder moralischen Vorstellungen bewegen könnte. Wobei das Wort Moral gleichbedeutend mit Ethik gesetzt werden kann, was wiederum mit einem gewissen Demokratieverständis  assoziiert wird.

Zunächst sei an dieser Stelle aber einmal die Definition gewisser Worte unter die Lupe genommen um eine Übereinstimmung zu erreichen.

Während das Wort Moral mit Prinzipien oder gesellschaftlichen Regeln erklärt wird, die eine Sittsamkeit, gewisse Tugenden und genügend Anstand bedeuten, die das gesellschaftliche Leben um einiges verbessern, wo Werte und Vorstellungen von viele gelebt und nach Möglichkeit umgesetzt werden ist die Ethik eine vernunftgesteuerte Handlung die Konventionen und Traditionen beinhaltet, deren Normen und Werte auf viele übertragen werden können. Oder deren disziplinäre Einhaltung ohne weiteres auch ohne schriftliche Niederschriften eingehalten werden können um das zwischenmenschliche und gesellschaftliche Leben zu organisieren.

Demokratie beschreibt eine Gesellschaftsform die auf Mitbestimmung und Einhaltung von Grundrechten begründet liegt, derer freier Meinungsäußerung und Gleichberechtigung einschließt. Ein gemeinschaftliches Themenpapier sichert die Rechte von schwächeren Mitgliedern gegenüber der Masse und gewährleistet somit eine Volkssouveränität. Grundversorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Leistungen werden auf Grund eines Solidarprinzips erbracht.

Um jetzt die Begriffe zusammen zu fügen –  warum gewisse Grund-definititionen einen gehörigen Vorschuss an blinden Vertrauen beinhalten und  damit gleichzeitig eine große Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wird, die man keinesfalls in Frage zu stellen bereit ist,  man generell davon aus geht, dass jedem diese Eigenschaften und Verständnisse in die Wiege gelegt wurden. Und schließlich geht man davon aus, dass eine herrschende Klasse, auch wenn gewisse Fehler in deren poltischen Entscheidungen ersichtlich waren, dies auf gar keine Fall zum Schaden des Volkes nochmals verschärfen wird.

All die Jahre hat man gewisse Krisen gemeistert, deren Aufs- und Abs eher dem eines natürlichen Zykluses folgten. So denke ich, handelt es sich dabei eher um den allgemeinen Volksglauben, dass die Dinge sich von selber regeln und keines Falls den Einflüssen der herrschenden Elite unterliegen, von denen man dann ja annehmen muss im Sinne der Menschen zu handeln.

Fazit–> Selbstverständlichkeit wird zu blinden Vertrauen, da man generell das Gute im Menschen voraussetzt mit der Hoffnung, dass  sich die Dinge von alleine regeln.

Scheinbar ein festgefahrenes Denkmuster was zudem noch zu schwerwiegenden Veränderungsdefiziten führt, sei es aus Angst, Bequemlichkeit oder Unlust, sich mit komplexen Themen hinlänglich zu beschäftigen. So gibt man sich den Gedanken hin, den Dingen ihren Lauf zu lassen, solange sie sich nicht drastisch zum Negativen hin verändern.

«Die Begründung für die Alternativlosigkeit der Demokratie kam nie über die Bemerkung hinaus, dass Demokratie die schlechteste unter aller Staatsformen sei – abgesehen von sämtlichen anderen. Trotz nachlassenden Interesses der Bürger an der Politik wagte niemand den Gedanken, dass die Demokratie sich überlebt habe, dass die Politikverdrossenheit kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein Zeichen dafür sei, dass der Wille aufhörte, vom Volke auszugehen.»

Juli Zeh

Muss also erst eine drastische Verschlechterung dazu führen, dass der Mensch wieder anfängt, die Selbstverantwortung zu übernehmen um sich somit der Gedankenleistung hinzugeben, eine Gesellschaftsform zu konstruieren, die eine realistische und machbare Alternative bereitstellt, wo das Herrschaftsprinzip generell ausgeschlossen werden kann.

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Geld: Der Schein trügt

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Die Macht der Angst

Wer sich einmal die Mühe macht, der Angst und ihren Auslösern auf die Spur zu kommen, wird mit Mechanismen konfrontiert, die unser tägliches Leben bestimmen und einen gehörigen Platz darin einnehmen. Doch zuvor werfe ich einen Blick auf historische Aufzeichnungen, die den Versuch unternehmen, diese zu erklären:

Historisch betrachtet wurde in der Antike Angst immer auf konkrete Objekte bezogen. Aristoteles und Platon betrachteten Angst schon als physische Reaktion, wobei Aristoteles sie im Bereich der körperlichen Empfindungen ansiedelte, sie aber nicht in seinen Betrachtungen „De Amina“ (Über die Seele) erwähnte. Sprachwissenschaftlich bezieht sich der Begriff Angst auf eine physische Reaktion, denn es kommt vom lateinische Wort „angustus“ (Beengtheit bzw. Enge; „angor“ bedeutet Würgen, Beklemmung und „angere“ die Kehle zuschnüren, das Herz beklemmen). Im Griechischen findet sich dieser Bezug über „agchein“ (würgen, drosseln, sich ängstigen). Vor dem 19. Jahrhundert sprach man meist von Furcht und erst um diese Zeit taucht der Begriff Angst auch in der Literatur wieder auf. Weder Immanuel Kant noch C. G. Carus in seinem Standardwerk der romantischen Psychologie „Psyche“ aus dem Jahr 1840 erwähnen diese.

Angst ist evolutionsgeschichtlich betrachtet ein sinnvoller und hilfreicher Affekt, der uns vor Gefahren warnt und bei angemessener Reaktion darauf (z.B. Flucht) vor deren Folgen schützt. Angst kann bewusst erlebt werden, aber auch unbewusst wirken, sie kann verständliche sein aber auch als unverständliches Symptom auftreten (z.B. Angst vor Hunden ist nachvollziehbar, doch die Angst vor Strahlen, die der Wohnungsnachbar aussendet, entsprechen keiner realen und nachvollziehbaren Bedrohung). Die meisten Angstzustände, die wir oft als „unbegründet“ oder „übersteigert“ empfinden (Prüfungsängste, Lampenfieber, „weiche Knie“) sind noch „angemessen“, solange sie uns gleichsam auf „Hochtouren“ bringen, um die angsterzeugende Situation zu meistern.

Das Gehirn ist der entscheidende Ort der individuellen Wahrnehmung eines jeden Menschen. Dort sammelt er über seine Sinne Informationen, verarbeitet sie und reagiert mit einer körperlichen Reaktion darauf. Man kann sagen, dass dort im Kopf – genauer gesagt im Gehirn – Realität stattfindet und dass eine individuelle Wahrnehmungskonstellation und -verarbeitung im Gehirn den subjektiven Eindruck im Bewusstsein hinterlässt. Mit anderen Worten entsteht Angst in unserem Kopf, wo alltägliche Dinge, die vorher eine Selbstverständlichkeit waren, plötzlich einen angsterregenden Zustand verursachen,  der zur kurzfristigen Lähmung oder Stagnation führen kann, im schlimmsten Falle aber, wenn nicht rechtzeitig erkannt, zur Destruktivität.

Um aber weiterhin dem Rätsel der Angst näher zu kommen, muss man sich mit den Mechanismen und dem Aufbau unseres Gehirns auseinandersetzen. Wahrend das erstere „Gehirn“ dem eines Repils ähnelt, welches Eigenschaften wie genetisch determinierte Verhaltensweisen, die dem Überleben des Individuums und der Arterhaltung dienen,  fungiert es als Kontrollzentrum unbewusster, gefühlloser, roboterähnlicher Programme, die dem Reptilienverhalten ähneln.

Das Altsäugergehirn (limbische System) umschließt den Hirnstamm wie einen Saum (Limbus). Es verbindet Informationen aus der Umwelt mit Informationen aus dem Körperinneren. Dieser Integration von Innenwelt und Außenwelt entspringt das emotionale Erleben.

Das „säugetierische“ oder limbische Gehirn entstand „auf“ dem Reptiliengehirn unter dem Druck von dessen Frustrationen, Irritationen und Ängsten. Die wichtigsten Leistungen des limbischen Gehirns sind: Geselligkeit, Gruppenverhalten, Familiensinn, Brutpflege, Neugier und Forscherdrang, Gedächtnis und Lernfähigkeit, Lautbildung und Wahrnehmung, Kommunikation und Spiel, Bedürfnis nach Körperkontakt und seelische Nähe. All diese „limbischen Fähigkeiten“ vermindern die Frustrationen, Irritationen und Ängste.

Wie hier eindrucksvoll geschildert, wie die Angst entsteht, wenn es um den Verlust von Werten, lebenserhaltenen Bezugsquellen, Raum und letztendlich auch die Sorge und Angst vor dem Verlust des eigenen Lebens geht.

Alltäglich kann man in den Medien angstauslösende Bilder beobachten, Meldungen die auf wahre Begebenheiten beruhen oder zumindest wird einem dies suggeriert. Meldungen wie verstärkter Terrorismus,  Kriegsgefahr, vergiftete Lebensmittel, gesellschaftsschädigende Krankheiten wir Pandemie/Epidemien , Massenarbeitslosigkeit – die Liste lässt sich beliebig weiterführen.

Eine interessante Frage werfen dabei die Beobachtungen dieser angstauslösenden Meldungen auf, wenn man hergeht und einen Blick auf die daraus resultierenden gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die öffentliche Ordnung und das soziale Leben wirft. Die Masse ist unter diesen Umständen immer mehr bereit, sich dem Wahn der Überwachung und Kontrolle hinzugeben ohne dabei die daraus resultierenden Folgen zu beobachten.

Wir verlieren täglich immer mehr ein Stück unserer Freiheit, diese tauschen wir gegen die versprochene Sicherheit, die wiederum mit erheblichen Einschränkungen verbunden sind. Ein Räderwerk in die absolute Kontrolle und Herrschaft über die Menschen.

Daher ist es zwingend notwendig, all diesen angsteinflößenden Bildern zumindest so viel Beachtung zu schenken,  um den Versuch zu unternehmen, deren  Authentizität genauestens unter die Lupe zu nehmen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass die Machthaber dieser Erde, unsere s.g. Eliten genauestens über die Physiologie und den Aufbau, die Funktionsweise unseres Gehirns Bescheid wissen, um diese gegen uns zu verwenden um uns letztendlich unter deren totale Kontrolle zu stellen. An anderer Stelle sei gesagt, wenn wiederum dieses Ziel bei dem auch vermeintlich letzen Bürgern angekommen ist, so zeichnet sich jetzt schon eine gewisse Gewaltbereitschaft ab, gegen diese Bestimmungen zu rebellieren.

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Da gibt es diese Tage, wo man im Bett liegt und gleich Morgens nach dem wachwerden eigentlich schon weiß, man hätte heute besser liegen bleiben sollen.

Es fängt damit an, die Zahnpasta, ja und ganz natürliche Dinge des täglichen Lebens – die einfach deutlich eine Sprache sprechen, derer man gerne wenig Beachtung schenken möchte und diese geflissentlich ignoriert.

Und weil man immerhin pflichtbewusst ist und seine Solidarpflicht der Gesellschaft gegenüber gerecht werden möchte, was einem immer wieder in den Medien oder von den verständnislosen Nachbarn entgegen geschrien wird , und man mal wieder verschärft auf Jobsuche ist, möchte man sich von solchen Dingen ja nicht gleich einschüchtern lassen und den Kopf in den Eimer ähm Sand hängen.

Also nimmt man sich vor, bei einem Zeitarbeitsunternehmen gleich um die Ecke vorzusprechen, dass erst Kürzlich wie ein Pilz oder besser Stern auf dem Arbeitsmarkt erschien. In der Hoffnung, aus dieser Maschinerie von Hartz IV und Erniedrigung durch die viel beschriebene Eigeninitiative herauszukommen – geht man nun frohen Mutes in diese Einrichtung. Während die Empfangsdame einen von oben bis unten mustert, und man gleich denkt, die falsche Kleiderwahl getroffen zu haben, blickt man ihr fröhlich lächelnd in ihr übermäßig stark geschminktes Gesicht und bittet höflich um einen Gesprächstermin. Als hätte man es sich gleich denken können bellt sie mir entgegen, ich müsse zuvor einen Bewerbungsbogen ausfüllen, wobei scheinbar die gut gepflegten Bewerbungsunterlagen  eine völlig andere Sprache zu sprechen scheinen. Nachdem ich in einem Wartehalle-mäßigen Raum mit kalten Fliesen Platz genommen habe und mich dem Studium des vermeintlichen Bewerbungsbogens ala Multiple Choice durchgekämpft habe,  gebe ich diesen der netten Dame vom Empfang zurück. Ich kann förmlich ihre musternden Blicke im Rücken spüren und nehme ihre etwas angewiderten, spöttisches Lächeln wahr, als sie mich wieder eher herablassend bittet, im Warteraum Platz zu nehmen, bis ich aufgerufen werde. Sie hatte zuvor nur einen kurzen Blick auf den Bewerbungsbogen geworfen und ihr war gleich klar, „wieder so eine faule Hartz-IV-lerin“.

Um es kurz zu machen, ich werde also zum Gespräch gebeten und nach wenigen Minuten ist klar – man kann mich in meinem Beruf, den ich einst gelernt hatte zwar nicht unterbringen, würde aber im Rahmen eines sehr wichtigen Kunden dringend Promoter suchen. Ich könne gleich einmal zu einer Probearbeiten erscheinen – hey, das wäre bestimmt was für sie – so nett wie sie aussehen *würg. Mir fällt sofort die „nette“ Dame vom Empfang ein – als ich dankend die Adresse des vermeintlich neuen Arbeitgebers entgegen nehme, mich höflich verabschiede um gleich nach dem Verlassen dieser Vermittlungsagentur beim neuen Jobanbieter vorzusprechen.

Und als hätte ich es geahnt, kann ich gleich mal mein Können unter Beweis stellen, und Menschen auf der Straße, die neben wichtigen geschäftigem treiben auch noch völlig bissig und garstig auf mich reagieren, auf ein neues Produkt aufmerksam machen. Nach wenigen Stunden und recht erfolglosen Bemühungen steht nicht nur für mich sondern auch für den neuen Arbeitgeber fest – die ist es nicht.

Völlig entnervt sitze ich nun in der Straßenbahn, nur wenige Haltestellen von zu Hause entfernt, da werde ich von einer älteren Dame unfreundlich darauf hingewiesen, sie erhebe Anspruch auf diesen Sitzplatz, ich sei noch jung und könnte gefälligst Platz machen. Als ob das noch nicht reicht, kommt gleichzeitig eine Horde junger Menschen auf mich zugelaufen und schubsen mich unsanft durch die Gegend – ich lande auf dem Schoß eines älteren Herrn und werde von diesem unsanft zur Vorsicht und Rücksichtsname ermahnt. Während ich versuche, mein Gleichgewicht zu halten, was zu diesem Zeitpunkt äußerst schwer ist, fährt der Straßenbahnfahrer wie ein wild gewordener Handfeger-  kann ich mich im letzen Augenblick an einer Haltestange festhalten und verlasse mit dem Strom der aussteigenden Fahrgäste schließlich diesen Hort.

Zuhause angekommen, berichten mir meine Kinder dann, dass der Klassenlehrer mit mir ein Gespräch wünscht und dieses nach erfolglosem Versuch, mich telefonisch zu Hause anzutreffen, zu einem späteren Zeitpunkt nachholen würde.

Als hätte er geahnt, dass ich gerade im Begriff war, mir eine Tasse Kaffee zu Gemüte zu führen, klingelt das Telefon und mir schreit ein völlig aufgelöster Klassenlehrer ins Ohr. Noch bevor ich richtig realisieren kann, was der Gute mir eigentlich sagen will, vernehme ich die Worte Klassenkonferenz/Disziplinarverfahren und Androhung  irgendwelcher Sanktionen, weil dieser neben Schülerbeleidigungen und kampfhaften Schreiversuchen , einen Unterricht zu gestalten sich nicht mehr zu helfen weiß. Ohnehin sind meine Kinder schuld, nicht gewillt am Unterricht teilzunehmen und sie berichten immer wieder von dem netten Angebot, diese Schule verlassen zu können, gewunken wird mit einem Auflösungsvertrag. Defizite werden geflissentlich ignoriert, Hilferufe und die Bitte um Unterstützung auch, da ist es bestimmt ein wichtiges, ja ein fruchtendes Druckmittel mit Strafen und Drohungen der Sache Herr zu werden. Zum Abschlusswird mir ein schöner Abend gewünscht.

Was soll ich sagen, dass ist der ganz normale Wahnsinn. Morgen werde ich einen weitern Versuch unternehmen mich aus den Fesseln eines aufgezwungenen Lebens zu befreien.

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Ich plage mich schon seit Tagen mit dem Gedanken, was wäre wenn, die Damen und Herren der aktuell regierenden Partein bei der kommenden Bundestagswahl so dermaßen abgestraft würden, dass ihre zwar gewünschten Ergebnisse bei weitem der erwarteten Ergebnisse unterliegen würden.

Denn jeder halbwegs vernünftig denkende und interessierte Mensch müsste mittlerweile spätestens nach dem vermeintlichen Fernseh-Duell zwischen Frau Merkel und Herrn Steinmeier begreifen, dass alles ein ziemlich mageres Bild auf deren Ziele und Vorstellungen werfen  – von unserer Zukunft und dem zu erwartendenen Krisenmanagement in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Da bin ich mir ziemlich sicher, es wird neben den üblichen Versprechen wenig bis gar nichts gehalten, eher nur dazu dienen, auf Stimmenfang zu gehen, Hoffnungen zu wecken, allenfalls aber mehr der Wirtschaft und Industrie zu dienen , als dem Wohle des Volkes.

Nachdem diese Erkennis bei den meisssten angekommen sein sollte, bleibt die Frage, was sich ändern würde, wenn andere Parteien  an die Macht kommen würden und ob sich der vielen festgefahrenen Dinge gar manches ändern würde??

Oder wäre dies eine weiterhin blauäugige Hoffnung, wenn man ohnehin schon weiß, was Gier und Macht, in den falschen Händen anrichten können. Dabei genügt es, mal einen kurzen Blick in die Geschichtsbücher zu werfen und sich der Frage hinzugeben, welche Regierungsform denn eine menschlich angemessene sein würde, als die bereits praktizierten und im nachhinein als unbrauchbar – eher unwürdigen Art – von einer Hand voll bestimmt zu werden.

Oder ist es unser unvermögen, die viel gepriesene Demokratie, bei uns gegenwärtig eher diktatorische Demokratie,  endlich zu leben und erfolgreich umzusetzen??

An was hält der Mensch so verbissen fest ohne sich die Möglichkeit einzuräumen, etwas völlig Neues und gänzlich ungekanntes zu konstruieren???

Wäre es nicht eigentlich sinniger, herzugehen und allen Menschen das gleiche Wissen bereitzustellen, was eine Handvoll in mühseeliger Kleinstarbeit sich erarbeitet haben mit dem Wissen, dass bisherige Gesellschaftsformen sich eher als unbrauchbar und unpraktrikabel erwiesen haben, mit der Option auf ein menschenwürdiges Dasein??

Und ich möchte mich noch einmal darauf beziehen, was ich einst in einem anderen Forum zu Besten gab, was da lautete:

Eine interessante These dazu entstand in meinem Kopf, als ich verstand, das egal was man versuchen mag, allen Einsatz in Ehren, erst das Alte zerstört werden sollte um dann eventuell auf den Ruinen aufzubauen, alles plan zu machen oder Steine aus diesem für einen Neuaufbau zu entnehmen.

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