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Archive for August 2009

Ich finde es schon nahezu grotesk und lächerlich, wenn man immer wieder dieses freche, komisch-anmutende Angebot erhält, man möge Deutschland doch verlassen, wenn…..  man unzufrieden damit wäre, schließlich möge man sich doch die Verhältnisse in anderen Ländern als Beispiel nehmen um zu erkennen, wie „gut“ wir es doch hätten.

Dabei gehört es schon fast zu einer Pflicht, eben nicht alles einfach zu schlucken, was man uns brühwarm per Mainstream serviert, sondern kritisch und unbefangen zu analysieren.

Denn schließlich möchte man – und dies gehört zu meiner Intention, weshalb ich diesen Blog eröffnete-

– auf die Missstände aufmerksam machen

– nicht zusehen, wie der Raubtierkapitalismus und die Bedienungsmentalität der Obrigkeit unsere Grundrechte auffressen

– nicht zusehen müssen, wie alle Gesellschaftsschichten und Ordnungen gegeneinander ausgespielt werden

– der Aufklärung dienen

– ein wenig an das kritische Urteilsvermögen appelieren

Doch wie einfach ist es, als s.g. Hartz IV – Empfänger, das Land zu verlassen, wenn man über wenig bis gar keine Mittel verfügt?? Wie einfach mag es sich gestalten, irgendwo von „Neu“ anzufangen??

Wer einmal in die Mühlen des Systems geraten ist – ob unschuldig oder schuldig – muss sich gewissen Prozederen unterwerfen – Offenlegung der gesamten Vermögenswerte, wobei zum Vermögen das evt. vorhanden Sparguthaben sowie eine in der Vergangenheit abgeschlossene Lebensversicherung zählen, bis hin zum eigenen PKW, der lt. den Schwacke-Listen auch einen Geldwert entspricht, rund alles was vorgibt, einen gewissen Wert – Geldwert zu verzeichnen. Das neben diesen Auskünften, die selbstverständlich überprüft werden, auch eine Schufa-Auskunft sowie eine gläserne Lebensweise dazu gehören, zählt zu den normalen Bedingungen, die sich ein Hartz-IV-Empfänger zu unterwerfen hat. Da werden Familienverhältnisse überprüft – eventuell zu erwartende Unterhalsansprüche nebst Kindern und Großeltern durchleuchtet, zu erwartende Erbschaften überprüft – und wenn das nicht reicht, sogar Nachbarn befragt.

Wer da noch denkt, etwaige Vermögensgelder zu besitzen, um – wie ja angeraten, dieses Land zu verlassen – der sei gehörig auf dem Holzweg.

Und wenn man schon hergeht, Deutschland mit anderen Ländern zu vergleichen, so darf bei diesem Ratschlag bitte nicht vergessen werden, dass wir – unser Land  – den im Ausland befindlichen Zuständen systematisch angepasst werden, wobei Deutschland recht erfolgreich ein Vorreiter auf dem Niedriglohnsektor darstellt.

Dafür muss ich nicht auswandern, dafür kann ich warten – bis auch die letzte Sozialversicherung in seinen Grundfesten dem Erdboden gleichgemacht wurde. Und zur Freude aller Systemgläubigen können wir einer freudigen Entwicklung entgegen gehen, wo man solchen Menschen wie wir zur Zwangsarbeit heranziehen wird – ganz nach dem Motto – warum ausruhen, faul und nutzlos, schmarotzend sein Dasein fristen, wenn es gar anders geht.

Agenda 2010 und Agenda 2020 sei Dank.

Zu guter Letzt darf ein wenig Satire nicht fehlen

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Ohne lange um den heißen Brei herum reden zu wollen möchte ich gleich zur Sache kommen

Ich erspare mir an dieser Stelle, das Wort Narzissmus und deren Ursprung zu erörtern, möge dies, wer möchte, die Definition  ein jeder für sich im Internet eruieren. Viel schlimmer finde ich hingegen solche Forschungen der Wissenschaft, die ein klares Bild unserer heutigen Gesellschaft zeichnet:

Web 2.0

Facebook und Co: Horte für Narzissten und Selbstdarsteller

29. August 2009, 18:44

Kinder und Jugendliche kämpfen im Internet um Aufmerksamkeit

Social-Networking-Sites bringen bei ihren Mitgliedern vermehrt narzisstische Züge zum Vorschein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die von Wissenschaftern der San Diego State University (SDSU) unter mehr als 1.000 College-Studenten aus den gesamten USA durchgeführt wurde. 57 Prozent davon gaben an, dass die Personen in ihrer Altersgruppe Social-Networking-Sites wie Facebook, Twitter oder MySpace vorwiegend für Selbstvermarktung, Narzissmus und Aufmerksamkeitssuche verwenden. Die Wissenschafter wollen außerdem herausgefunden haben, dass die „Generation Y“ der nach 1980 Geborenen generell mehr Wert auf Selbstvermarktung, Narzissmus, erhöhtes Selbstbewusstsein und Aufmerksamkeitssuche legt als vorherige Generationen. Zwei Drittel der Befragten stimmten dieser Aussage jedenfalls zu.

Hier weiterlesen….

Gleichzeitig liefert  dieser Artikel aber auch eine sinnhafte Erklärung ab, warum es zu solchen Verhaltensauffälligkeiten kommt:

[..]dass solche Charaktereigenschaften hilfreich sind, um in einer konkurrenzbetonten Welt bestehen zu können [..]

Zunächst, für das allgemeine Verständnis, eine kurze Zusammenfassung all jener Beschreibungen, die diesen Menschentypus auszeichnen:

[..]Narzisstische Wesenszüge (überhöhte Anspruchshaltung, unkritische Selbsteinschätzung, ausnützerische und egoistische Einstellung, Neid und Überheblichkeit) nehmen offenbar zu in unserer Zeit und Gesellschaft.

Noch folgenschwerer wird es dann, wenn es sich um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung handelt: selbstgefällig, dünkelhaft, aufgeblasen, wichtigtuerisch, großspurig; dabei unrealistisch überzeugt von eigenen Eigenschaften wie Erfolg, Macht, Scharfsinn, Schönheit oder gar idealer Liebe. Dazu weitere Belastungen wie Gier nach übermäßiger Bewunderung und unbegründete Erwartungen, als etwas Besonderes behandelt zu werden (wenn noch hysterische Züge dazukommen). Außerdem die Tendenz, andere auszubeuten, insbesondere was zwischenmenschliche Beziehungen (Partnerschaft, Familie), aber auch Finanzen, Position u. a. anbelangt. Ggf. sogar ein unverständlicher Mangel an Mitleid, Zuwendung und Hilfsbereitschaft, dafür neidisch und manchmal sogar bösartig eifersüchtig. Kurz: eine Belastung besonderer Art.

Bei dieser Aufzählung fallen einem grundsätzlich ein oder mehrere Beispiele ein. Kein Wunder: Auch diese Menschen nehmen offenbar zu. [..]

[..]Doch schon früher wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass der Narzissmus auch eine normale Entwicklungsphase sein kann (z. B. als narzisstischer Schutzmechanismus gegen bedrohliche Triebimpulse). Neuerdings wird wieder vermehrt die Auffassung vertreten, dass Narzissmus an sich ein gesunder, normaler und notwendiger Teil der seelischen Entwicklung und des Seelenlebens überhaupt darstelle. Die sich im Laufe der Zeit entwickelte negative Tönung dieses Begriffes sollte wieder der Vergangenheit angehören. Andererseits gibt es nach Meinung vieler Psychiater und Psychotherapeuten bedrückende narzisstische Störungen von Krankheitswert, und zwar nicht nur für andere, letztendlich auch für die Betreffenden selber; und zwar zunehmend, wenn auch mit unterschiedlicher Ausprägung und wechselndem Belastungs-Schwerpunkt.

Wie wir sehen, wird jede erdenkliche Persönlichkeitsstörung mittlerweile als eine völlig normale gesellschaftliche Entwicklung betrachtet, wo wenig Raum bleibt, für all diejenigen, die scheinbar in ihrer Zeit zurückliegen. Das dabei erhebliche menschliche Defizite herangezüchtet werden, die man schon fast mit den biblisch-historischenTodsünden vergleichen kann,  die da lauten

Hochmut – Neid – Zorn – Wolllust – Habgier – Trägheit – Völlerei

sei fast nur eine kleine Randbemerkung meinerseits. Und ich nehme hiermit jedweden Abstand zu christlich orientierten Glaubensrichtungen, sektenartigen Strukturen oder sonstigen Überzeugungen – sondern möchte nur auf meine Beobachtungen aufmerksam machen.

Ich spreche hier von einem nahezu fließenden Übergang vom Narzissmus zur Psychopathie– ein verwischen der Grenzen mit der Gefahr für eine Infiltrierung unserer Gesellschaft mit allen Regeln und den sich daraus entwickelenden Konsequenzen für ein fortbestehen des Humansimus. Ich benutze dieses Wort in dem Zusammenhang, weil ich in allen vermeindlichen Krankheitsbildern unserer modernen Gesellschaft die Menschlichkeit und das Gewissen vermisse.

Unsere viel und gerne gepriesene Liestungsgesellschaft zwingt uns und unsere Kinder in eine Menschenbild, wo nur noch der Erfolg zählt. Eine Welt, in der solche Dinge wie Perfektionismus, Attraktivität und der Versuch einem Idealbild zu entsprechen, jemanden dazu zwingen, etwas darzustellen, was man nicht ist. Das geht mit einer schon fast krankhaften Angst einher, in dieser perfekten Welt nicht mehr bestehen zu können. Dieses künstlich geschaffene Konkurrenzdenken führt uns weg von einer Gesellschaft von Menschen – die neben normalen Wertigkeiten noch Schwächen und Fehler haben dürfen.

An dieser Stelle wäre es die Sache wert, einmal darüber nachzudenken – in wie weit lässt man sich von diesen falschen Wertigkeiten infiltieren – oder die Reißleine zu ziehen.

Narzissmus ist nicht nur das egozentrische Kreisen um das eigene Ich, sondern die verzweifelte Suche nach sich selbst und nach Grenzen.

Bärbel Wardetzki

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Gier

Wer die Gier verurteilt, verurteilt den Kapitalismus. Das ist absurd. Denn der Wunsch, mehr zu verdienen und besser zu leben, hat der Welt einen Wohlstand beschert, der vor 100 Jahren unvorstellbar erschien. Daran ändert auch die überall gegenwärtige Finanzkrise nichts: Gier ist geil.

Zitat aus folgendem Artikel  http://www.welt.de/wirtschaft/article2547596/Die-Gier-hat-uns-den-Wohlstand-beschert.html

Grenzenlose Habsucht ist kein Phänomen des postmodernen Kapitalismus: Sie liegt in der Natur des Menschen, lehrt die Literatur.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzkrise-Boerse-Spekulation;art271,2876715

Solche und ähnlich reißerische Possen geistern durch das  Internet. Womit wohl gesagt werden soll, dass die Gier und der damit verbundene Egoismus eine völlig normale Handlungsweise der Menschen beinhaltet, die dem Zweck dient,  unersättlich zu sein.

Wer sich einmal die Mühe macht, im grenzenlosen www dem Wort „Gier“ nach zu spüren, um möglicher Weise eine Erklärung für diese widersinnige Handlung zu finden,  wird um manch unhaltbare nahezu unverständliche Selbstverständlichkeit nicht umhinkommen, einen Gemütszustand zu verherrlichen, der uns allen den Untergang bescheren kann.

Gier, aus dessen Wortstamm solche illusteren Worte  wie Begierde, Regierung, Neugierde , fingieren, ausrangieren, delegieren, interagieren, privilegiert,  propagieren, abreagieren, Goldlegierung usw. sich formen lassen,  gehört aber auch der Drang, einen Antrieb zu Beseitigung eine Mangelerscheinung  die sich dadurch den Wunsch oder Zwang äußert, etwas haben zu wollen. Unersättlichkeit.

Und während die Bibel sich dieses Wortes bemächtigt –  Habgier – es als eine Todsünde zu bezeichnen, was sie unumstritten auch ist,  wenn man es in Verbindung bringt mit einem rücksichtslosen Bestreben ohne den Nutzen dahinter erkennen zu lassen, dann sollte ein jeder bestrebt sein, sich dieses Wort einmal zu Gemüte zu führen.

Um zu erkennen, zu was für ein Raubtier man mutieren muss, um von dem Gedanken beseelt zu sein Dinge steigern zu wollen, deren Grenzen für viele bereits erreicht sein sollten, aber dennoch ins  Uferlose abgleiten, sollte man sich tatsächlich die Frage stellen, was man denn wirklich braucht um ein zufriedenes und glückliches Leben führen zu können.

Und während die Psychologie vereinzelt versucht ist, den Begriff Gier als einen natürlichen Prozess zu werten,  als Lebenssicherung  – eine Grundlage zu schaffen – das mit dem Gefühl  gepaart zu sein scheint, seine Wertigkeit aufbessern zu wollen, so ist es nicht verwunderlich, dass es schließlich in der Natur der Dinge liegt, gewisse Reichtümer zu steigern. So ist damit der Wirtschaft und Ökonomie Tür und Tor für eine feudale Selbstbedienungsmentalität geebnet worden.

Aber lesen wir dazu einen alten griechischen Philosophen Namens Plutarch

„Wer reich ist, macht sich darum nicht weniger aus dem Reichtum, und wer Überflüssiges besitzt, verliert keineswegs das Bedürfnis nach Überflüssigem. Von welchem Übel also befreit der Reichtum, wenn nicht einmal vom Hang zum – Reichtum? Das ist beim Trinken und Essen anders: Getränk löscht das Begehren nach Getränk, Nahrung stillt das Verlangen nach Nahrung. Den Drang nach Geld aber stillt weder Silber noch Gold, und das Mehrhabenwollen hört mit dem Mehrerwerb nicht auf. Zum Reichtum kann man ja wirklich sagen wie der Patient in der Komödie zu dem Arzt mit dem Wunderrezept:

Dein Mittel macht nur, dass mein Leiden schlimmer wird.

Wer möchte, kann gerne nachlesen was Goethes-Erben dazu zu sagen hatte.

Alleine die Gier nach Besitz kann unserer Welt nicht dazu verhelfen, aus uns allen zufriedene Menschen zu machen, zumal die Gier nach Rohstoffen zu einem selbstzerstörerischen Prozess sich verwandelt. Waren es zuvor Besitztümer wie Grundstücke, Immobilien, Schmuck, Geld und Gold wird auch davor nicht Halt gemacht, sämtliche Rohstoffe, die ein unschätzbares Vermögen vermuten lassen, zu plündern und/oder in den eigenen Besitz zu bringen, um sich so eine Machtposition zu sichern.

Hierbei wird das Ziel verfolgt, nur einer bestimmten Gattung von Mensch die s.g. Egoisten zu bedienen und dabei auch nicht davor zurück zu schrecken, den weniger begüterten auch das Letzte aus der Tasche zu ziehen, auf ihrem Weg des Raubrittertumes,  um ihnen die Lebensgrundlage zu nehmen.

In meinen Augen ist dieses Streben ein Fass ohne Boden und wird – sofern nicht Einhalt geboten wird – dafür sorgen, dass sich ein regelrechter Kampf entwickeln wird, der dafür sorgt, dass sich der Mensch gänzlich von diesem Planeten verabschieden wird.

Denn längst ist klar, Gier und Macht – sind untrennbar miteinander verbunden

Dies haben die vielen sinnlosen Kriege und Blutopfer schon hinlänglich gezeigt.


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Hoffnung

Hoffnung

Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Váslav Havel

Dieser Artikel soll sich mit den Mechanismen der Hoffnung beschäftigen. Spricht der allgemeine Volksmund von einem Zustand, der von einer positiven Erwartungshaltung ausgeht, wo man dem Gefühl hinterherjagt, auf eine positive Entwicklung und dem unbeirrten Glauben daran, das nach vermeintlich Schlechtem etwas Gutes folgen muss.

Das heißt mit andern Worten nichts anderes, ständig auf dem Sprung zu sein, auf ein freudiges Ereignis mit der Option auf Besserung, für die keinerlei Gewissheit auf Besserung einhergeht. Für mich ist mit dem Gefühl der Hoffnung aber auch eine gewisse Ruhelosigkeit verbunden, die ständig nach Veränderung ruft, die wenig Raum lässt, für die Dinge, die man bereits erreicht hat. Man verliert dabei den Sinn für Wesentliches, weil es für uns schon eine Selbstverständlichkeit geworden scheint, bestimmte Dinge einfach als gegeben hinzunehmen.

Bei dem Gefühl der Hoffnung ist man bestrebt, sich an anderen auszurichten, deren Hoffnung sich schließendlich bereits zu erfüllen zu haben scheint. Ich möchte dazu ein paar Beispiele aufzeigen, die einem gewissen Irrglauben zum Opfer fallen, wenn man die Hoffnung auf rein materielle Dinge zu richten scheint, mit der Hoffnung auf unbeirrte und immer fortwährende schöne Gefühle.

Da ist man von der Hoffnung erfüllt, endlich ein schönes Auto fahren zu können, weil damit ein Lebensgefühl verbunden ist – ein Hauch von Freiheit und Unbeschwertheit. Für dieses Gefühl, welches trügerisch mit der Ewigkeit verbunden scheint, ist man bereit, große Opfer auf sich zu nehmen.

Als weiteres Beispiel sei die Hoffnung auf einen guten Schulabschluss, einen gut bezahlten Beruf angeführt, der neben Spass an der Arbeit noch ein entsprechendes Auskommen sichert, mit dem man in die Lage versetzt wird, die Hoffnung zu bedienen, sich mit materiellen Gütern und einer gewissen Sorglosigkeit zu umgeben, die für immer fortdauern mag. Wie und in welcher Form diese materielle Welt bestellt sein mag, dies beantworte ein jeder bitte für sich. Die Bandbreite der Wünsche, die mit Hoffnung gepaart sind, mögen da schier unendlich sich gestalten.

Findet sich dabei die Hoffnung in der Materialität??

Sollten wir uns an dieser Stelle nicht einmal fragen ob all die Dinge für Erfüllung gedacht sind, deren Wertigkeit keinesfalls mit etwas verglichen werden kann was immateriell beschaffen ist??

Hoffnung ist mit schönen Gefühlen verbunden, Gefühlen die gar trügerisch und verführerisch anmuten. Da aber essenziell die Welt aus Gefühlen besteht, ist die Hoffnung ein subtiles Mittel, derer man sich im Leben gerne bedient, um sich steuern zu lassen – andere zu steuern.

Gerne mag ich an dieser Stelle auch die viel gepriesene Politik anführen, die diesen Mechanismus für sich benutzt, um auf Stimmenfang zu gehen – den Menschen das Gefühl der Hoffnung zu geben – auf bessere Zeiten. Damit werden Illusionen kreiert, deren Erfüllung sich nicht unbedingt mit deren niederen Zielen sich vereinbaren muss. Niedere Ziele an dieser Stelle, weil man genau weiß, mit welcher Rhetorik man an welches Gefühlszentrum im Menschen herankommt, Hoffnung und Zuversicht suggeriert, sodaß der vermeintliche Wähler sich in den wortgewandten Beschreibungen gerne wieder erkennen möchte.

Trügerisch ist die Hoffnung, wenn sie mit der Option auf Fremdbestimmung geschaffen wurde, gemäß dem Motto „der Andere wird es schon richten“, ohne dabei zu berücksichtigen, dass nur das Selbst dazu in der Lage ist, eine Hoffnung geschehen zu lassen. Um es mit anderen Worten ein wenig näher zu beschreiben, wage ich zu behaupten, dass viele Menschen darauf hoffen, dass andere die Karre aus dem Dreck ziehen, ohne dabei einen Finger zu rühren und deshalb gerade dafür prädestiniert sind, auf Versprechen und somit einer falsch suggerierten Hoffnungen hereinzufallen.

Uns sollte an klar sein, dass die Damen und Herren der Obrigkeit die psychologischen Mechanismen der Menschen genauestens studiert haben um zu wissen, welchen Schalter sie umlegen müssen um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wie ungerne möge schlechte Publicity gesehen werden, da sie gar ein schlechtes Licht auf den sonst so würdevollen Hoffnungsträger werfen mag.

Dabei ist die Hoffnung an sich etwas, weshalb es sich zu leben lohnt. Denn ohne diese wäre das Leben nicht Lebenswert. Die Hoffnung – ein Lebenselixier – der guten und durchweg heilungsrelewandten Gefühle. Die Hoffnung an richtiger Stelle eingesetzt, beschleunigt sie den Heilungsprozess und macht Mut.

Da ein jeder per Definition die Hoffnung – und die Momente kennt, die zu großen Hoffnungen aufgerufen haben ist an dieser Stelle klar, wie man damit gar Massen bewegen kann, etwas zu tun.

Die Hoffnung beflügelt und ruft auf zu ungeahnten Kräften für etwas einzustehen, für das es sich lohnt zu kämpfen. Da Hoffnung auch den Optimismus beinhaltet, der Glaube an etwas positives, das beflügelt, werde ich an anderer Stelle näher darauf eingehen.

Leider wird an vielen Stellen aber mit der Hoffnung gespielt, die an sich etwas unglaublich beflügelndes darstellen kann und eine Flut an Energien freisetzen kann.

Deshalb bleibt die Hoffnung, dass sich hinterher alles zum Guten wenden wird, was vorher eigentlich eher düster und trist sich zeigte.

Ich für meinen Teil stehe dafür ein, habe in der Tat noch die Hoffnung, dass eines Tages sich der Mensch besinnt, besser miteinander umzugehen. Ich habe die Hoffnung, dass wir einmal ohne Bewertung und eigen Maßstäbe einander annehmen können, so wie wir sind, mit und ohne Fehler.

Und trage ich die Hoffnung in meinem Herzen, dass die Liebe gewinnt.

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Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die von den Arbeitsagenturen und Jobcentern über Arbeitsuchende bei Androhung massiver Leistungskürzungen verhängt werden, sind gleich mehrfach von Nutzen:

  • sie schaffen Arbeit für Trainer, Dozenten, Verwaltungspersonal und Führungskräfte von Bildungsinstituten
  • sie geben den Arbeitsberatern und Fallmanagern das Gefühl, tatsächlich etwas für ihre „Kunden“ tun zu können
  • sie helfen dabei, die Willigen unter den Arbeitsuchenden von den Unwilligen zu unterscheiden, und
  • vor allem helfen Sie mit, die Arbeitslosenstatistik zu entlasten, denn wer in einer Maßnahme steckt, gilt meistens für die Dauer der Maßnahme als „nicht arbeitslos“.

Inzwischen lebt eine ganze Branche von Bewerbungstrainings, Umschulungen, Feststellungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.

Was den Arbeitsuchenden dabei angetan wird, ist unglaublich und oft auch ungeheuerlich.

Isabel Horstmann zeigt auf, dass die Grenzlinie zwischen wirklicher Förderung und bloßer Schikane längst nicht mehr zu erkennen ist. Sie erläutert die Mittel und Methoden der Arbeitsberater und Fallmanager, analysiert die dahinter stehenden Strategien und stellt die Frage, nach den Nutznießern.

Die arbeitslose Bewerbungstrainerin, die bei Androhung erheblicher Leistungskürzungen gezwungen wird, ein Bewerbungstraining zu besuchen, gehört wohl nicht dazu – und die Unternehmen, die sich der Flut unsinniger Bewerbungen gar nicht mehr erwehren können, auch nicht.

Der Nutzen vieler „arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen“ muss nach der Lektüre dieses Buches ernsthaft in Frage gestellt werden.

Der nachstehende Text aus dem Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit liefert wohl keine ausreichende Begründung.

Oberstes Ziel aktiver Arbeitsmarktpolitik ist die dauerhafte Integration von Arbeitslosen in reguläre Beschäftigung, also in eine Tätigkeit am ersten Arbeitsmarkt. Diese Eingliederungswirkungen und ihre Auswirkung auf den Arbeitslosenbestand sind eher mittelfristig und aktuell kaum quantifizierbar. Abgesehen davon reduzieren zahlreiche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen den gesamtwirtschaftlichen Bestand an Arbeitslosen vorübergehend auch unmittelbar, und zwar vor allem dadurch, dass zuvor arbeitslose Personen für die Dauer ihrer Teilnahme nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden.

Im Dschungel der Maßnahmen

Im Dschungel der Maßnahmen

ISBN 978-3-938175-40-8
202 Seiten

Ein wichtiges Werk für all diejenigen, die versuchen einen Blick hinter die Statistiken unsers allgegenwärtigen Systems zu werfen.

Quelle: http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12700cFrame-SetAlmanach.html


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Lange ist es her, das so Filme wie „Schweigen der Lämmer“ unzählige Besuchermassen in die Kinos zog. War es die Neugierde oder gar die Freude und Lust an dem entsetzlichen Grauen, welches sich unzählige Male auch im realen Leben ereignet oder gar ein gewisser Verdrängungsmechanismus, der die Massen bewegt, sich solche Streifen zu Hauft reinzuziehen?? Ist es der Nervenkitzel, der einen bewegt, sich mit den erbärmlichsten menschlichen Abgründen zu beschäftigen, in der Hoffnung, dass dies nur auf der Kinoleinwand anzutreffen ist???

Es ist schon perfide, aus Lust vor der Angst, sich solche Streifen zu Gemüte zu führen.

Dabei lebt der Wahnsinn direkt und unmittelbar unter uns und benötigt weder einen Logenplatz im Kino noch eine steile Stilvorlage.

Der Psychopath

Während die Schulmedizin und gerade die Forensische Psychologie dieses Krankheitsbild gänzlich aus ihrem Register gestrichen hat, scheint diese „Krankheit“ eine eigenartige Inkubationszeit zu besitzen, deren Erkennung gänzlich ausgeschlossen werden kann, da sich diese Krankheit in neue und weitere  Definition und Krankheitsbilder aufgespalten zu haben scheint und das Erkennen mit der einhergehenden Diagnose erschwert worden ist.

Aber was ist ein Psychopath??

Während die Medizin diesen Begriff in 2 Worte aufspaltet, nämlich Psyche psych ,  = „Seele“ und páthos,  = „Leiden“, also als ein Leiden der Seele bezeichnet, kann davon wohl kaum die Rede sein.

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht, will sagen, der davon Betroffene wird weder Leiden noch sich als Krank erkennen. Ihm fehlt das Gefühl, Einfühlungsvermögen,  die mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen und ist gepaart mit eine gehörige Portion übersteigertes Selbstwertgefühl, kurz um

das grenzenlose reale Böse


Meine Absicht hinter diesem Artikel ist einzig davon beseelt, auf einen Menschentypus aufmerksam zu machen, deren Existenz bei  weitem unterschätzt wird. Und ich kann nicht oft genug darauf aufmerksam machen, dass diese Art von Individuen auf dem Vormarsch zu sein schient und somit eine ganze Bevölkerung beginnt zu assimieren.

Die Persönlichkeitsentwicklung ist besonders hinsichtlich der subtileren Werte, die in Gesellschaften breit akzeptiert sind, verarmt. Wir beobachten ein charakteristisches Fehlen von Respekt gegenüber dem eigenen Organismus, der Natur und dem Instinkt, was mit einer Verrohung der Gefühle und Sitten einhergeht, um damit die Rechtfertigung von Ungerechtigkeit weg zu erklären. Die Tendenz, bei der Interpretation des Verhaltens der Menschen, die für das eigene Leid verantwortlich sind, ein moralischen Urteil anzulegen, führt zeitweilig zu einer dämonologischen Weltsicht. Gleichzeitig wird die Anpassungsfähigkeit und der Einfallsreichtum im Rahmen solch unterschiedlicher Umstände wahrgenommen.

Dieses Zitat stammt von einem Buch, dessen Existenz und erscheinen tunlichst vermieden werden sollte, verbarg es doch das Interesse,  diesen Menschentypus bis auf Weiteres der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Doch damit nicht genug: Der Räuber hegt die Absicht, auf gar keinen Fall erkannt und enttarnt zu werden, wären doch die Folgen für die Gesellschaft und deren bereits erfolgreich durchgeführen   Umpolung der Menschen hin zu einer Gesellschaft bestehend aus purem Egoismus und dienlichem Selbstzweck eine gerade zu  fantastische Ideologie.

Aber wie ist es, wenn man erkennt, von was wir befallen sind:

Wenn der menschliche Geist mit dieser neuen Wirklichkeit konfrontiert ist, die sich so völlig von allen Erfahrungen unterscheidet, die ein in einer normalen Gesellschaft aufgewachsener Mensch macht, zeigt das menschliche Gehirn psychophysiologische Schocksymptome mit einer starken Hemmung des Kortex und einer Abstumpfung von Gefühlen, was daraufhin zeitweilig in unkontrollierten Ausbrüchen mündet. Der Verstand arbeitet dann langsamer und weniger genau, da seine assoziativen Mechanismen wirkungslos geworden sind. Besonders wenn ein Mensch in direktem Kontakt mit psychopathischen Repräsentanten der neuen Machthaber steht, die ihre besonderen Erfahrungen und ihre Persönlichkeiten dazu benutzen, den Verstand der „Anderen“ zu traumatisieren, unterliegt sein Verstand einer Art Kurzzeitkatatonie. Deren erniedrigende und arrogante Techniken und ihre brutalen Paramoralismen usw. töten seine Gedankenprozesse und Selbstverteidigungsfähigkeiten ab. Ihre abweichenden experimentellen Methoden verankern sich in seinem Verstand. Jede moralisierende Einschätzung des Verhaltens eines Menschen in einer solchen Situation ist in Gegenwart dieser Art von Phänomenen bestenfalls fehlerhaft.

Aber wie muss es sein, festzustellen oder sich dessen bewusst zu werden, dass das Denken und der gesunde Menschenverstand von etwas genarrt wurde, das nicht in die normale menschliche Vorstellungswelt passt???

Diese und weitere Erklärungen   zu einer neune Art von Mensch habe ich schmerzlich in diesem Buch erkenne müssen, welches kostenlos all jenen zur Verfügung gestellt wird, die sich mit den Dingen dieser Welt näher auseinander setzen möchten. Es sei daher angeraten, dies in einem relativ entspannten Zustand zu tun, mit einer gehörigen Portion Disziplin und Ausdauer, dieses Werk genauestens zu studieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was auf diesem Planeten vor sich geht.

Dies soll in keinem Falle eine Werbung darstellen, sondern einzig und alleine als Augenöffner für die vielen versteckten Mechanismen hinter den Kulissen dieser Welt darstellen und allen Interessierten eine Möglichkeit bieten, der Wahrheit ein Stückchen näher zu kommen. Auch all diejenigen könnten sich angesprochen fühlen, die eine Vorliebe für den Horror pflegen, mit der Option auf erfüllte Realität.

POLITISCHE PONEROLOGIE, Psychopathie

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Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel hat am 16.06.2005 zum 60-jährigen Bestehen der CDU  folgende Aussage gemacht:

„Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“

Wer diese Ausage sich auf der Zunge zergehen läßt, weiß, wohin unser aller Reise gehen wird.



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